Netzwerk Ausdrucksmalen e.V.

Dem Malprozess vertrauen

 

Ausdrucksmalen fördert Vertrauen: Vertrauen darauf, dass ein Bild entsteht; Vertrauen darauf, dass es dabei kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. „Trust the Process“ beschreibt eine wesentliche Grundhaltung des Ausdrucksmalens nach Laurence Fotheringham. Darin steckt die Überzeugung, dass es eine dem Menschen und dem Leben innewohnende Kraft gibt, die von selbst nach Entfaltung und Lösung strebt und zum stimmigen Bild führt. Die Malbegleiter_innen bestärken die Malenden daher, an ihre eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu glauben und sich dem schöpferischen Geschehen anzuvertrauen.

 

Diese Haltung lädt zum Spielen und Experimentieren ein. Irrtümer haben als Lernwege ihre Berechtigung, und das Tun öffnet innere Türen für neue Erfahrungen. Niemand weiß zunächst, wohin die Reise gehen wird. Wer ausprobiert und spielt, macht im Prozess mitunter überraschende Entdeckungen: dass man sich der Führung des entstehenden Bildes überlassen kann, aber auch, dass selbstbestimmtes Gestalten möglich wird.

 

Wenn sich die Malenden dem Tun hingeben, dann erleben sie ein Gefühl tiefer Verbundenheit. Betrachten sie am Schluss das entstandene Bild, mischt sich häufig Stolz mit Erstaunen und Demut. Ausdrucksmalen ist eine Erfahrung, die gleichermaßen das Selbstvertrauen wie das Vertrauen ins Leben hinein stärkt.

 

Der Film „Trust the Process“

zeigt eindrucksvoll das Ausdrucksmalen in einem Malraum.
Autoren und Realisation: Margot Saak-Bitterling, Martina Kaltenbach und Marianne Marbach